Onkologische Rehamaßnahme nach Hodgkin-Lymphom in der Klinik Bad Oexen
Das Hodgkin-Lymphom betrifft jährlich in Deutschland ca. 2200 zumeist jüngere Menschen (Altersgipfel 32 Jahre). Auch wenn die Diagnose "Hodgkin-Lymphom" nur einen kleinen Patientenkreis betrifft, gehört sie dennoch seit Jahrzehnten zum gängigen Behandlungsspektrum der Klinik Bad Oexen.
Aufgrund entsprechender Fallzahlen und langjähriger Erfahrung verfügen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bad Oexen über ein umfangreiches Wissen bei der Behandlung von therapiebedingten Störungen. Deshalb sind Sie nach der Akutbehandlung bei uns zur onkologischen Rehabilitation bestens aufgehoben.
Die bösartigen Zellen des Hodgkin-Lymphoms (Hodgkin-Reed-Sternberg-Zellen = H-RS-Zellen) leiten sich von B-Lymphozyten ab.
Das Hodgkin-Lymphom macht sich durch schmerzlose Lymphknotenvergrößerungen (80-90 %), vor allem am Hals, in der Tiefe des
Brustkorbs (mediastinal) und in der Leistenregion bemerkbar. Fieber (30-35 %), Nachtschweiß (25-30 %), ungewollter Gewichtsverlust > 10 %
des Körpergewichts innerhalb von 6 Monaten (25-30 %) und/oder Juckreiz (15-25 %) können beim Hodgkin-Lymphom ebenfalls auftreten.
Alkoholschmerz (stechender, ziehender oder drückender Schmerz in vergrößerten Lymphknoten innerhalb kurzer Zeit nach Alkoholgenuss,
oft bereits nach geringer Alkoholmenge) ist selten (1-5 %).
Zur Sicherung der Diagnose wird meist ein kompletter Lymphknoten entnommen und dieser feingeweblich untersucht. Weitere Untersuchungen dienen der
Stadieneinteilung: Röntgenuntersuchung von Herz und Lunge, Computertomografie von Hals, Brustkorb und Bauchraum, ggf. auch eine Kombinationsuntersuchung aus
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Computertomografie (CT) => PET-CT.
In manchen Fällen wird auch eine Knochenmarkuntersuchung ergänzt. Zur Vorbereitung der Behandlung notwendig ist eine
Lungenfunktionsprüfung sowie Untersuchungen des Herzens (Elektrokardiographie, Herz-Ultraschall). Zur Sicherung der
Fertilität erfolgt evtl. die Entnahme von Spermien/Eizellen/Eierstockgewebe.
Das Hodgkin-Lymphom lässt sich insgesamt gut behandeln, selbst wenn die Erkrankung erst in fortgeschrittenem Stadium
diagnostiziert wird. Die jeweils erforderliche Behandlungsstrategie ist abhängig vom Erkrankungsstadium, von bestimmten
Risikofaktoren, dem Lebensalter, vom Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen.
Zum Einsatz kommen Kombinationen verschiedener Zytostatika, die dadurch wirken, dass sie in Vermehrung befindliche bösartige
Zellen abtöten bzw. deren Vermehrung hemmen.
Die beim Hodgkin-Lymphom am häufigsten verwendeten zytostatischen Medikamente/Protokolle sind:
Die bereits etablierten Therapien konnten durch weitere Medikamente mit anderen Wirkungsmechanismen, z. B. Antikörper- bzw. Zelltherapien (NK-Zellen = natürliche Killerzellen)
ergänzt werden. Für Patienten mit raschem Rückfall oder Nichtansprechen bei Therapie mit dem Behandlungsstandard gibt es darüber hinaus neue Therapieoptionen durch Kombination
mit Checkpoint-Inhibitoren (z.B. Nivolumab, Pembrolizumab).
Checkpoint-Inhibitoren erlauben es, das körpereigene Abwehrsystem gegen die bösartig veränderten Zellen in Stellung
zu bringen und diese gemeinsam mit Brentuximab-Vedotn zu bekämpfen und abzutöten.
Eine ergänzende Bestrahlung ist in bestimmten Erkrankungssituationen standardmäßig ein notwendiger Teil der Behandlung. Die Strahlentherapie bestimmt jedoch zu einem
wichtigen Teil die Langzeittoxizität der Behandlung. Seit langem ist daher die Reduktion der Strahlendosen ein wichtiger Forschungsgegenstand. 2019 wurde entschieden, dass die
Kosten für PET-gesteuerte Therapien bei der Behandlung des Hodgkin-Lymphoms von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET/CT)
wurde damit zu einer wichtigen Hilfe bei der Steuerung der Therapie, insbesondere der Strahlentherapie. So ließen sich die Strahlendosen und damit die Langzeittoxizität
deutlich verringern.
In seltenen Fällen greift man auf eine sog. Stammzelltransplantation zurück. Hierbei werden Abwehrsystem und Blutbildung von Grund auf erneuert, indem die Zellen, die für die Regeneration der Blut- und Abwehrzellen zuständig sind, ausgetauscht werden.
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Nach den in der Klinik Bad Oexen erarbeiteten und anerkannten Rehabilitationskonzepten bekommen unsere Patientinnen und Patienten eine auf die Folgen der Krebserkrankung des blutbildenden Systems und des Lymphsystems individuell abgestimmte Therapie.
Folgende Behandlungen können ebenfalls bei uns in der Klinik Bad Oexen durchgeführt / fortgeführt werden (Rücksprache mit Ihrem betreuenden Arzt vor Antritt der Rehabilitation erforderlich):
Die Versorgung mit Blutprodukten erfolgt durch das Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, welches zur Universität Bochum gehört.
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Zusätzlich zur allgemeinen Diagnostik (Labor, EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Lungenfunktionsprüfung inkl. Blutgasanalyse, Magen-/Darmspiegelung, gynäkologische Diagnostik, urologische Diagnostik) stehen unseren Patientinnen und Patienten für die Reha nach Hodgkin-Lymphom folgende zusätzliche neuropsychologische Möglichkeiten zur Verfügung:
Die Klinik Bad Oexen ist durch das Netzwerk "Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen" ausgezeichnet
Selbsthilfefreundliche KlinikUnser multidisziplinäres Reha-Team in Bad Oexen besteht aus Fachkräften der verschiedensten Bereiche. Unsere Mitarbeiter sind für Sie da und verfügen aufgrund langjähriger Erfahrung und entsprechender Patientenzahlen über ein umfangreiches Wissen bei der Behandlung von krankheits- und therapiebedingten Störungen.
Als Folgestörungen lassen sich allgemeine und spezielle Probleme häufig beobachten, für die wir unseren Patientinnen und Patienten in der Klinik Bad Oexen folgende mögliche rehabilitative Therapien anbieten:
Schauen Sie sich unseren Flyer "Rehabilitation nach Krebserkrankungen des Lymph- und blutbildenden Systems" an

Kommen Sie nach Bad Oexen für ihre onkologische Reha und nutzen Sie unser anerkanntes Behandlungskonzept für Ihre Krebs-Reha.